Ratgeber
Verstopften Abfluss selbst beheben – wann es klappt und wann der Profi muss
Welche Hausmittel wirklich helfen, welche Sie besser meiden – und ab wann ein Anruf beim Fachbetrieb günstiger ist als jeder weitere DIY-Versuch.

Ein langsam abfließendes Waschbecken oder gluckernde Geräusche aus der Dusche – die meisten Verstopfungen kündigen sich Tage vorher an. Wer rechtzeitig reagiert, spart bares Geld und vermeidet Wasserschäden.
Erste Anzeichen einer Verstopfung
Achten Sie auf einen träge ablaufenden Abfluss, unangenehme Gerüche aus dem Siphon oder Wasser, das beim Spülen kurz hochgedrückt wird. All das sind Warnsignale, dass sich Fett, Haare oder Kalk an einer Engstelle festgesetzt haben.
Je früher Sie eingreifen, desto höher die Chance, dass einfache Hausmittel ausreichen. Bei vollständiger Verstopfung ist meist schon ein Pfropfen entstanden, der sich nur noch mechanisch lösen lässt.
Eine simple Saugglocke (Pümpel) wirkt überraschend gut bei lokalen Verstopfungen im Waschbecken oder in der Badewanne. Wichtig: den Überlauf mit einem feuchten Lappen abdichten, sonst entweicht der Druck.
Welche Hausmittel wirklich helfen
Heißes – nicht kochendes – Wasser mit einem Schuss Spülmittel löst frische Fettablagerungen im Küchenabfluss zuverlässig. Bei älteren Ablagerungen reicht das in der Regel nicht mehr aus.
Die Kombination aus zwei Esslöffeln Natron und einer halben Tasse Haushaltsessig, eingefüllt in den Abfluss und nach 15 Minuten mit heißem Wasser nachgespült, kann leichte Verstopfungen lösen.
Eine Rohrreinigungsspirale aus dem Baumarkt erreicht Verstopfungen bis in den Siphon. Beim Einsatz vorsichtig drehen, damit keine Kunststoffrohre beschädigt werden.
Finger weg von chemischen Rohrreinigern
Chemische Rohrreiniger versprechen schnelle Hilfe, greifen jedoch Dichtungen an, schädigen ältere Bleirohre und sind eine Gefahr für die Umwelt. In Mietwohnungen sind sie häufig sogar untersagt.
Bleibt das Wasser stehen, ist der Rohrreiniger oft wirkungslos und Sie haben anschließend eine ätzende Brühe im Becken stehen – ein zusätzliches Risiko für Augen, Haut und Rohrleitung.
Wann der Profi günstiger ist
Spätestens wenn mehrere Abflüsse gleichzeitig betroffen sind oder die Verstopfung tiefer als der Siphon sitzt, ist Fachwerkzeug nötig. Eine Hochdruckspülung kostet meist zwischen 80 und 180 Euro – und ist dauerhaft.
Auch wenn das WC gurgelt, sobald Sie die Waschmaschine laufen lassen, liegt das Problem im Hauptstrang. Hier hilft nur noch professionelle Reinigung mit Spirale oder Spüldüse.
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