Technik
Kanal-TV-Untersuchung: Ablauf, Kosten und wann sie sinnvoll ist
Mit Kamerainspektion finden wir Schäden, ohne aufzugraben. So läuft die TV-Befahrung Ihrer Leitung Schritt für Schritt ab.

Wer einen Schaden im Abwasserrohr vermutet, will keine unnötigen Bagger im Garten. Mit einer Kanal-TV-Untersuchung sehen wir, was unter Ihrem Grundstück tatsächlich los ist – millimetergenau.
Eine selbstfahrende Kamera wird in das Rohr eingeführt und überträgt hochauflösende Live-Bilder an einen Monitor. Jeder Meter ist exakt vermessen und protokolliert.
Wann ist eine TV-Inspektion sinnvoll?
Sinnvoll ist die TV-Inspektion vor allem nach wiederkehrenden Verstopfungen, bei Geruchsbelästigung oder feuchten Stellen im Keller, vor einem Immobilienkauf oder zur Dokumentation nach einer Sanierung.
Auch viele Versicherungen verlangen vor Regulierung eines Wasserschadens eine Kamerabefahrung als Nachweis der Schadensursache.
Manche Kommunen schreiben außerdem in regelmäßigen Abständen eine Dichtheitsprüfung mit Kameranachweis vor – wir kennen die Vorgaben in Frankfurt und Umgebung.
So läuft die Befahrung ab
Vor der Befahrung wird die Leitung mit Wasser durchgespült, damit die Kamera freie Sicht hat. Anschließend wird der Schacht oder die Revisionsöffnung geöffnet.
Die Kamera fährt langsam durch die Leitung, der Techniker dokumentiert jeden Schaden mit Meterangabe und Bild. Eine Befahrung dauert je nach Länge 30 bis 90 Minuten.
Sie erhalten anschließend einen schriftlichen Bericht inklusive Foto- oder Videoaufnahmen und einer Bewertung nach DIN-Schadensklassen.
Was Sie mit dem Bericht anfangen können
Mit dem Bericht können Sie gezielt sanieren lassen, mit Ihrer Versicherung verhandeln oder beim Hauskauf den Preis nachverhandeln – ein gut investierter Termin.
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